Online-Petitionen gegen Gewässer-Verbauungen
Aus waterweb
Es geht um den Schutz der letzten verbliebenen natürlichen Gewässer gegen den unstillbaren Hunger der Energiekonzerne nach "kostenloser" und "imagepflegender" Wasserkraft ..."
Leider sind unsere Gewässer aufgrund des Klimawandels und der zunehmenden Forderung nach einer "Energiewende" hin zu sogenannten "umweltschonenden" Energieerzeugungformen geradezu existenziell bedroht: Obwohl in den industrialisierten Regionen dieser Welt üblicherweise bereits über 80% der geeigneten Gewässerstrecken durch Kraftwerksbauten genutzt und damit zerstört wurden, hat die Energiewirtschaft ihre Anstrengungen intensiviert, auch noch die letzten Potentiale auszuschöpfen.
Der Trend geht dabei einerseits zur Vernetzung bzw. Ergänzung bestehender Wasserkraftwerke durch Wasserspeicher, womit den Flüssen das Wasser über weite Strecken und nahezu das gesamte Jahr praktisch komplett entzogen wird - klassisches Beispiel hierfür sind das Walchenseekraftwerk (Nutzung des Wassers von Isar und Rißbach, Rückführung des Wassers über den Kochelsee in die Loisach) sowie die inzwischen nahezu vollständige Verbauung des Inns mit einem grenzüberschreitenden (Schweiz, Italien, Österreich und Deutschland) Wasserspeicher-"Verschiebebahnhof".
Andererseits wird durch die staatlichen Förderungen dezentraler, regenerativer Energiequellen auch der Bau von Klein- und Kleinstkraftwerken wieder lukrativ, so dass inzwischen nahezu alle noch verbliebenen natürlichen Gewässer auf die eine oder andere Art durch einen geplanten Neu- bzw. Ausbau von Wasserkraftwerken gefährdet sind.
Als Naturfreunde, Natursportler und politische Mitbürger sind wir Kanusportler dazu aufgerufen, diesen Totalausbau mit allen legitimen Mitteln zu verhindern und die verbliebenen natürlichen Gewässer für nachfolgende Generationen zu erhalten!
Dazu gehört natürlich insbesondere, Öffentlichkeit für den Schutz unserer Gewässer und die Interessen des Kanusportes als Natursportart zu erzeugen - hier kann jeder auch ohne großen Aufwand mitwirken.
Jeder Leser wird herzlich gebeten, selbst als Unterstützer/"Lobbyist" für die verbliebenen Naturgewässer aktiv zu werden - mit persönlichem Einsatz in der eigenen Region oder eben über Online-Petitionen auch in entfernten Regionen dieser Welt:
Online-Petitionen zum "Unterzeichnen" via Internet:
Aktion "Flüsse voller Leben" des WWF zum Schutz der österreichischen Flüsse
Aktion "Stopp dem bevorzugten Kraftwerksbau" gegen ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren für Wasserkraftwerke in Österreich
... und zur Motivation ein paar Beispiele, bei denen die Proteste (hoffentlich auch endgültig) etwas erreicht haben:
2007: Steirischer Landtag beschliesst "Aus" für das Kraftwerksprojekt an der Koppentraun, Koppentraun-Schlucht wird zum "geschützten Landschaftsteil" erklärt.
2005: Montenegro stoppt Pläne für das Aufstauen der Tara-Schlucht (der größten Schlucht Europa's!) im Durmitor Nationalpark (englischsprachig).
Allgemeine Informations- und Aktionsplattformen zum Schutz von Gewässern im Internet:
Plattform "International Rivers" (International, englischsprachig)
Plattform "Lebendige Flüsse" (Österreich)
Plattform "Riverwatch" des WWF Schweiz

