Nutzungshinweise
Aus waterweb
ACHTUNG! Die in diesem Wiki-System enthaltenen Informationen wurden von verschiedensten Personen bereitgestellt und unterliegen somit - abgesehen von der Möglichkeit der Korrektur durch Mitglieder der beitragenden Community - keiner einheitlichen Qualitätskontrolle.
Konsequenterweise kann KEINE GEWÄHR FÜR DIE RICHTIGKEIT DER BEREITGESTELLTEN INFORMATIONEN übernommen werden. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Nutzer der Informationen als Natur- und Kanusportler nicht von ihrer exklusiven Verantwortung für die Konsequenzen ihrer eigenen Handlungsweise entbunden werden können - eine Befahrung der beschriebenen Gewässer erfolgt ausschließlich auf eigene Gefahr des Sportlers. Einer Ableitung irgendwie gearteter Haftungansprüche aufgrund der alleinigen Tatsache einer Bereitstellung von Gewässerinformationen wird hiermit ausdrücklich widersprochen !
Grundlage der angegebenen Flussschwierigkeiten sollte die 6-stufige Klassifizierung der WW-Schwierigkeitsgrade I-VI durch den internationalen Kanusport-Dachverband ICF sein. Allerdings unterliegt jede Art von Flussbeschreibungen (auch in gedruckter Form) prinzipiellen Unstimmigkeiten aufgrund der Schwankungen des Wasserstandes sowie dem subjektiven Schwierigkeitsempfinden des Beschreibenden - eine absolute Vergleichbarkeit ist damit nur schwer zu gewährleisten. Wichtiger jedoch ist die Tatsache, daß Flüsse (allen katastrophalen Eingriffen des Wasserbaues zum Trotz!) veränderliche Strukturen darstellen. Flüsse unterliegen auch unter normalen, natürlichen Bedingungen ständigen Veränderungen, können aber speziell durch hohe Wasserstände oder künstliche Eingriffe des Menschen auch innerhalb von kürzester Zeit radikale Umgestaltungen erfahren ! Eine Flussbeschreibung ersetzt daher nie die eigene Erkundung vor Ort oder die Beachtung grundlegender Vorsichtsmaßregeln während der Sportausübung.
Für eine sichere Sportausübung sei jedem Kanusportler die Beachtung der nachfolgenden (unvollständigen) Auswahl wichtiger Verhaltensmaßregeln eindringlich ans Herz gelegt: Informiere Dich vor Fahrtantritt möglichst umfassend und aktuell über die Fahrtstrecke und die zu erwartenden Hindernisse, Schwierigkeiten und Gefahren.
- Fahre niemals allein. Aufgrund hoher Wasserkräfte können sich auch kleinste Probleme zu lebensgefährlichen Situationen ohne die Chance auf Eigenrettung entwicklen.
- Fahre immer mit vollständiger und dem Fahrt- und Gewässertyp angepasster Ausrüstung. Eine fehlende Schwimmweste, fehlender Wind- oder Sonnenschutz können fatale Folgen haben.
- Fahre stets 'auf Sicht' mit mindestens einer verbleibenden Ausstiegsmöglichkeit 'in Reserve' vor Dir für Dich und Deine mitfahrenden Kameraden. Kann die weitere Fahrtstrecke vom Boot aus nicht mehr nach obiger Regel erkundet werden, muß vor der Weiterfahrt eine Erkundung vom Ufer aus erfolgen. Es sind keine Ausnahmen von dieser Regel zugelassen - nicht auf dem 'Hausbach' und noch viel weniger auf unbekannten Gewäsern.
- Fahre schwierige Gewässer nur mit einer Dir vertrauten und aufeinander eingespielten Fahrtengruppe. Gegenseitiges Vertrauen nach dem Grundsatz 'Einer für Alle und Alle für Einen', regelmäßiges Üben von Notsituationen sowie bedingungslose Akzeptanz individueller Fahrtentscheidungen (kein auch nur unterschwelliges Ausüben von 'Gruppenzwang', um Gruppenmitglieder gegen ihr eigenes Empfinden z.B. zu einer Befahrung zu bewegen) sind wichtige Eigenschaften einer 'idealen' Fahrtengruppe.
- Denke daran, daß jede Gruppe nur so stark ist wie ihr schwächstes Glied. Speziell bei Fahrten mit Kindern ist stets daran zu denken, daß Situationen schnell außer Kontrolle geraten können.
- Beachte die Warnsignale von Kopf und Körper ('flaues Gefühl in der Magengrube'). Die mentale und körperliche Tagesform sowie Temperatur und Wetterbedingungen können Deine Leistungsfähigkeit deutlich unter das gewohnte Niveau absenken.
- Erhöhte Vorsicht bei hohen Wasserständen. Rechne mit Veränderungen des Flusslaufes, unvermutet auftauchenden neuen (Baum-) Hindernissen und deutlich gestiegener Wasserwucht bzw. Schwierigkeit.
- Höchste Vorsicht bei künstlichen Hindernissen, speziell Wehren. Aufgrund ihres Rücklaufes stellen viele Wehre eine lebensgefährliche Falle für den Wassersportler dar und sollten somit im Zweifelsfall immer umtragen werden.
- Vermeide unnötige Risiken: Lieber einmal zu früh ausgebootet, zu viel besichtigt oder umtragen als ein (letztes ?!) Mal zu wenig !

