Brancla (Steg beim Kurhaus Val Sinestra-Brücke der Kantonsstraße bei Ramosch) WW IV-V(5,6,X)

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Karte
Kartenausschnitt der Strecke: Brancla (Steg beim Kurhaus Val Sinestra-Brücke der Kantonsstraße bei Ramosch) WW IV-V(5,6,X)
Daten
Einstiegstelle Steg beim Kurhaus Val Sinistra
Ausstiegstelle Brücke der Kantonsstrasse bei Ramosch beim Sägewerk
Distanz 4 km
Gefälle 80 ‰
Schwierigkeitsgrad WW IV-V (5,6,X)
Pegel 7-10 m3/sec dürften ideal sein
.
0.0 Einsetzen oberhalb des Kurhauses Val Sinistra vor einigen kleinen Gefällbremsen. Auf der Folgestrecke lassen die Schwierigkeiten nicht lange auf sich warten.
0.5 Schon nach einem halben Kilometer gräbt sich der Bach immer tiefer in die Schlucht ein. Kleine Stufe am Beginn der Schlucht. Ein steiler Katarakt mit anschließender Zweimeter-Stufe sezt den Massstab für eine weitere Fahrt. Es geht permanent bergab. Das meiste lässt sich auf Sicht fahren, einige Stellen sollten allerdings genauer erkundet werden. Die zahlreichen Baumhindernisse können für unangenehme Überraschungen sorgen. Zwei Passagen mit höheren Stufen können, wenn sie Baumfrei sind, evt. befahren werden. Das Umtragen ist fast immer möglich, wenngleich beschwerlich. Vielfach besteht das Ufer aus feinem Schutt. Ein Anlanden für Erkundungen ist manchmal schwierig.
3.0 Im letzten Drittel der Schlucht steht man auf einmal vor einer Abbruchkante, die beiderseits von beinahe senkrechten Felswänden flankiert wird. Über eine drei Meter hohe Stufe fällt das Wasser in einen unterspülten Tumpf, der praktisch nicht abzusichern ist. Etwa 30 Meter später folgt eine noch höhere Stufe, deren Unterwasser man ohne aufwendige Kletteraktion nicht einsehen kann. Ob diese Stelle fahrbar ist, weiß ich nicht. Zum Zeitpunkt unserer Befahrung klemmten zusätzlich einige Bäume in der Klamm, so dass wir gezwungen waren, unsere Boote am linken Ufer 100 Meter aufzuseilen und anschließend durch den Wald wieder zum Fluss zu gelangen.
3.2 hat man die schweißtreibende Umkletterung hinter sich gebracht, geht es auch weiter flott zur Sache. Einige kleine Stufen und Felsgässchen machen Spaß. Weiterhin viele Baumhindernisse. Kurz vor Ende sieht man die Burgruine von Ramosch hoch über dem Schluchtrand. Nur wenige hundert Meter später geht es bereits unter der Straßenbrücke hindurch. Unmittelbar danach kann man bei einem Sägewerk am rechten Ufer ausbooten oder bis zum Inn weiterpaddeln.
Bemerkungen:
Auf diesem Bach ist immer mit Baumhindernissen zu rechnen. Es ist unbedingt alpines Klettergerät erforderlich. Ein Abbruch einer Fahrt ist kaum möglich. Und ein Ausstieg aus der Schlucht ebenso. Im Frühling 2009 ist der ehemalige Wanderweg nach Ramosch entlang der Brancla abgerutscht und ist im Moment gesperrt. Eine Besichtigung entlang der Schlucht ist nun nicht mehr so ohne Weiteres möglich. Ob und Wann dieser Weg nochmal hergerichtet wird ist unbekannt.
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